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Kroatien-Tour 2005 mit Hütter
Veröffentlicht am Montag, 09.Mai. @ 20:25:15 IST by and*y*

Was so abgeht

Wie schon vor ein paar Tagen angekündigt, war ich das letzte verlängerte Wochenende mit meiner Sozia Melanie und eine Menga anderer Kunden der Honda Hütter GmbH in Kroatien.



1.Tag - 05.05.2005 - Anreise (ca. 513 km)

Kroatien - Tour 2005 - Anreise

Treffpunkt war um 7.45 Uhr im Hause Hütter in der Wiener Strasse 249 in Graz. Gegen 8.00 Uhr wurde die Tour besprochen und die etwa 40 Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Es wurden noch ein paar Fotos geschossen und dann ging es los, ich fuhr mit der Truppe die etwas schneller unterwegs sein wollte.
Der Sepp Hofer nahm noch unnötiges Gepäck mit in den Lieferwagen, der die Fahrt begleiten sollte. Er machte sich als erster auf den Weg Richtung Kroatien.
So ging es erstmal durch Graz in den Westen um auf die Autobahn nach Maribor zu fahren. Am Grenzübergang war es etwas voller, aber mit dem Motorrad kann man sich ja gut vorschummeln. Auch danach gab es an diversen Baustellen noch einige Staus, die aber für ein Motorrad nicht unbedingt aufhaltend waren.
Über Maribor ging es ziehmlich direkt in Richtung Zagreb über die Grenze nach Kroatien. Leider war uns das Wetter nicht sehr hilfreich, da es zu regnen begann. Aber alle Teilnehmer waren gut gerüstet und so wurden unterwegs Regengewänder angezogen. So fuhren wir weiter in Richtung Karlovac.
Gegen 13.15 Uhr machte unsere Truppe bei Marko eine ausgiebige Mittagspause bei vielerlei leckerem Essen. Der Sepp war mit dem Begleitfahrzeug inzwischen auch bei uns eingetroffen, er fuhr uns aber bereits nach dem Essen wieder vorraus um nach den anderen zu sehen. Der Regen war inzwischen schon recht stark geworden, aber der Himmel sah in Fahrtrichtung schon wieder etwas freundlicher aus.
Dann ging es weiter über Slunj in Richtung Gracac.

Kroatien 2005 - Notreparatur des Schalthebels an der CBF600S

Etwa gegen 15.00 Musste ich feststellen, das ich nicht mehr schalten kann, da der Schalthebel nicht mehr da war, wo er hingehörte. Da ich wusste, das der Sepp nicht weit weg ist, gab ich ordentlich Gas um ihn einzuholen, als ich ihn überholt hatte, setzte ich kurz vor einem Parkplatz die Warnblinkanlage in Betrieb und fuhr auf den Parkplatz.
Glücklicherweise hatte der Sepp einen 8mm-Bolzen und eine Plastikröhre im Werkzeugkasten, so das wir den Schalthebel wieder montieren konnten. Inzwischen war der Himmel schon fast blau und die Sonne schien vereinzelt.
Über Gracac ging es dann weiter über Benkovac nach Biograd. Das MEER vor Augen machten wir am Hafen eine Kaffeepause, wo auch schon die andere Gruppe saß, die nur eine kurze Mittagspause gemacht hatte.
Von hier aus ging es dann gemeinsam nach Tijesno zu den Quartieren. Es folgte ein Abendessen mit anschliessendem Smalltalk.

2. Tag - 06.05.2005 - Ausflug über Sibenik nach Primosten (ca. 120 km)

Kroatien - Tour 2005 - Ausflug über Sibenik

Für Freitag war eigentlich die Insel Pasman geplant, aber als wir gegen 8.00 Uhr unser Frühstück einnahmen, war der Himmel mit Wolken bedeckt uns es fielen ein paar Tropfen.
So schoben wir das auf und warteten etwas bis der Regen vorrüber war. Gegen 10.30 Uhr machten wir uns dann zu einer kleinen Rundfahrt in die nähere Umgebung auf. Allen vorran das Oberhaupt der Familie Hütter.
So fuhren wir erst nach Tribunj, schauten uns ein wenig den Hafen an und fuhren dann weiter über Vodice, Srima, Sibernik, Donje - Polje, Jadrtovac, Grebastica nach Primosten. In Primosten machten wir eine längere Pause mit Essen und Kaffe trinken am Hafen.
Dann ging es gemütlich zurück.

Kroatien 2005 - Fotopause

Unterwegs hielten wir um ein paar schöne Fotos zu machen.

Kroatien 2005 - Unterhaltungsabend mit Hannes

Am Abend nach dem Abendessen war dann Party angesagt. Der Hannes hatte seine Musikinstrumente - Keyboard, Steirische Harmonika und PA-Anlage - im Bus mitgenommen. Und so unterhielt uns der Hannes mit seinem Programm bis in die Nachtstunden. Auch eine Hübne hat er für diese Tour extra geschrieben. Alle waren sehr begeistert vom Unterhaltungsprogramm.

3. Tag - Ausflug auf die Insel Pasman (ca. 193 km)

Kroatien - Tour 2005 - Ausflug nach Pasman

Wie immer war ab 8.00 Uhr Frühstück angesagt, der Himmel war wolkenlos und azurblau. Heute war also die Fahrt auf die Insel Pasman angesagt. Ein paar Leute wollten jedoch lieber zu den Krk-Wasserfällen und so machten sich zwei Gruppen auf. Ich wurde zum Gruppenführer der Pasman-Gruppe ernannt, obwohl ich mich in Kroatien überhaupt nicht auskannte.
So machte ich mich also mit einer Gruppe von 17 Personen auf 10 Motorrädern auf in Richtung Biograde.

Kroatien - Tour 2005 - Auftanken vor der Inseltour nach Basman

Unterwegs wurde erstmal ein Tankstop eingelegt, da es auf der Insel keine Tankstelle gibt.

Kroatien - Tour 2005 - Die Fähre nach Pasman

Um etwa 10.30 Uhr fuhren wir im Hafen ein, wo schon die Fähre bereitstand. Wir zahlten und dürften als erste auf die Fähre fahren.

Kroatien - Tour 2005 - Überfahrt mit der Fähre

Die Motorräder wurden alle an der Seite aufgestellt. Die Überfahrt war windig und dauerte nur knapp eine viertel Stunde. Da die Insel nicht sehr gross war fuhr ich gleich in den nächsten Ort Pasmani um eine Kaffeepause zu machen. Anschliessend fuhren wir genütlich die Insel ab bis nach Ugljan.

Kroatien - Tour 2005 - Essen in Ugljan

Hier wollten wir eigentlich zu Mittag essen, was sich nicht als sehr einfach erwies, das hier auf der Insel noch keine Saison war und somit die Restaurants noch nicht eingerichtet. Glücklicherweise hatte ein Restaurantbesitzer mitleid mit uns und hat für unsere Gruppe den pizzaofen angeheizt. So haben wir dann alle Pizza gegessen, die wirklich lecker war.

Anschliessend fuhren wir noch bis zum äussersten Zipel der Insel um dann dort umzudrehen und wieder nach Tkon zu fahren, wo wir wieder auf die Fähre gingen.

Die Überfahrt ging wieder viel zu schnell. Da wir ja noch nicht so viel gefahren waren, denn die Insel ist ja nur knapp 50 Kilometer lang, entschlossen wir uns noch nach Murter zu fahren um einen Kaffe zu trinken, was wir auch taten.

Von Murter ging es dann direkt wieder in die Pension. Nach dem Umziehen gab es auch schon wieder Abendbrot. Anschliessend gingen alle ihre eigenen Wege. Melanie und ich waren noch im Ort, wo gerade eine deutsche Blaskapelle abrockte. Wir gingen relativ früh zu Bett, da am nächsten tag ja schon wieder die Abreise angesagt war.

4. Tag - Rückreise nach Graz (ca. 580 km)

Kroatien - Tor 2005 - Heimreise

Am Sonntag war dann mal früher aufstehen angesagt, da es ab 7.00 Uhr Frühstück geben sollte. Gegen 8.30 Uhr wollte unsere kleine Gruppe geführt von Gerhard auf seiner Pan-European sich auf den Weg machen, was wir auch taten. Leider hat mein GPS-Empfänger auf den ersten Kilometern versagt, so das auf der Karte erst ab Gracac die Streckenführung zu sehen ist.
Wir fuhren mehr durchs Landesinnere um uns mal die Ruinen des vergangenen Krieges anzuschauen. Wir sind eigentlich bei schönem Wetter in Tijesno gestartet, leider blieb das nicht so, schon nach etwa 200 Kilometern fing es zu regnen an. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Wir fuhren durch viele Geisterstädte, wo keine Menschenseele mehr wohnt. Man hat die Dächer abgedeckt, die Fensterrahmen und Türen ausgebaut, weil man sie für den eigenen Hausbau brauchte. So stehen viele Häuser als verlassene Rohbauten in der Gegend herum. In manchen Städten kann man heute noch die Einschüsse in den Wänden sehen.
Gegen 11.30 Uhr machen wir eine Kaffepause in einer Stadt, an der auch der Krieg nicht halt gemacht hat. Viele verlassene Häuser und Einschüsse in den Mauern zeugen von einer grausamen Zeit. Es war verdammt kühl geworden und die meisten von uns trinken Tee zum aufwärmen.
Gegen Mittag kommen wir auf eine Höhe von über 500 m ü. NN als uns eine Leuchttafel vor Schneefall warnt, als wir weiter nach oben Fahren haben wir auch schon die ersten Hagelkörner am Visier anklopfen. Als wir dann am Scheitelpunkt des Passes sind schneit es wirklich, die Temperaturen sind bis auf 1°C gefallen. Als wir vom Pass runterkommen fahren wir auf die Autobahn und den nächsten Rastplatz um uns aufzuwärmen.
Als sich der Regen etwas legt fahren wir weiter. Die Strassen werden immer trockener und so verlassen wir wieder die Autobahn um Landstrassen zu fahren. Kurz hinter Karlovac fahren wir über die Grenze. Bei dem Versuch eine Abkürzung zu fahren, verfahren wir uns. War aber nicht so tragisch, da wir so ein bissel was von der schönen Landschaft geniessen können.
Gegen 16.00 Uhr lassen wir uns in einem Gasthaus nieder um was warmes in den Bauch zu bekommen. Anschliessend fahren wir weiter in Richtung Maribor, von da an gings dann auf direktem Wege nach Graz.

Alles in allem eine wirklich schöne Tour, die ich gerne nächstes Jahr wieder mitfahre.

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